Wanderung im Wockertal bei Parchim
Die letzten Tage waren wir stets mehr als 15 Kilometer insgesamt unterwegs; heute soll es gemütlicher zugehen.
Wir haben uns eine Tour im Wockertal bei Parchim zusammengestellt: 5 Kilometer sollen es sein, an den Teichen der Wocker.
Wocker
Die Wocker ist ein Fluss in Mecklenburg-Vorpommern, der in die Elde (und weiter in die Elbe) fließt. Bei der
Kreisstadt Parchim speist die Wocker den Wockersee (abschätzig “Pütt” - Pfütze genannt). Auch um den Wockersee kann
man
laufen, allerdings ist die Westseite bebaut - das möchten wir gerne vermeiden. Also starten wir unsere Tour in
Voigtsdorf, einer kleinen Waldsiedlung 5 Kilometer nördlich von Parchim. Die Wocker ist hier ein Bächlein, dass mit
seinem Wasser in diesem Gebiet
weitere Seen staut: einen Karpfenteich direkt bei Voigtsdorf und noch weiter nördlich einen zweiten,
langgestreckten Teich.
Fischhaus
In Voigtsdorf kommen wir zunächst am Fischhaus vorbei - ein eigenartiges Haus: unten gemauert und schmal, mit vielen Fensterläden; oben aus Holz und an den Seiten das Gemäuer weit überragend. Früher befanden sich in diesem Haus Anzuchtbecken für die Karpfen.


Karpfenteich
Kurz danach beginnt auch unsere Wanderung am Karpfenteich. Ein paar Angler haben es sich in Zelten gemütlich gemacht und haben ein halbes Dutzend Ruten in den See gesteckt. Ob sie schon etwas gefangen haben? “Nüscht”. Immerhin klärt eine Infotafel am Rand über die Fische auf, die es hier wohl gibt: Karpfen, Forelle, Hecht können wir identifizieren.
Ein weiteres Schild gilt dem Eisvogel-Naturlehrpfad - die Stationen sind mit Nummern versehen; die Informationen zu den Stationen können im Flyer gelesen werden, der leider vergriffen ist.
Rasch wird der Weg urig, wir laufen zwischen Wocker ud See auf einem schmalen Pfad. Als unsere Hündin einen erschreckten Satz in die Luft macht, schlängelt sich eine ziemliche lange Ringelnatter von dannen. Der Biss einer Kreuzotter kann für einen Hund problematisch werden, eine Ringelnatter hat keine Giftzähne, so dass wir uns nicht sorgen müssen.




Oberer Teich
Der obere Teich ist langgestreckt und bildhübsch. Schilfrohr am Ufer, und die Vegetation spiegelt und bricht sich auf der ruhigen Oberfläche des Wassers.


Nord- und Ostseite
An der Nordseite fallen die vielen Kiefern auf, an deren Stamm ein Fischgrätenmuster zu sehen ist: die Kiefern wurden zur Harzgewinnung genutzt. Aus dem Harz wurde dann Heilmittel, Bindemittel oder Pech hergestellt. Immerhin scheinen es die Bäume verkraftet zu haben - sie stehen noch.

Bei der Spitze des Sees überquert man bequem die Wocker, und dann folgt ein längeres Stück Waldweg, der von Forstmaschinen aufgewühlt ist. Schließlich wird aus dem Waldweg ein Pfad, den wir kaum noch erkennen, bis wir schließlich wieder bei den Teichen angelangt sind. Der Klang der Teichrohrsänger dringt zu uns, und bald sind wir wieder am Ausgangspunkt der Tour.
Infos
- Informationen zum Eisvogel-Lehrpfad (mit link zum Flyer): https://www.parchim.de/de/tourismus-kultur/tourismus/aktiv-natur/wockersee-wockertal/
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