Rund um den Dranser See
Auf die Wanderung um den Dranser See hab ich mich besonders gefreut, denn den Dranser See habe ich schon bei meiner Radtour durch die Prignitz und das Ruppiner Land kennen gelernt. Seinerzeit haben wir auf dem Naturcampingplatz Blanschen Station gemacht, und das Baden in dem absolut klaren Gewässer (Sichtweite 2 Meter) habe ich nicht vergessen.
Diesmal geht es zu Fuß um den See; wir parken das Auto in Schweinrich an der Kirche.
Schweinrich
Der Name des Dorfes Schweinrich kommt - wie üblich - aus dem Slawischen und bedeutet wohl “Siedlung von Schweinehirten”.
Zentrum des Dorfes ist die wuchtige Feldsteinkirche aus dem 15ten Jahrhundert; hier beginnt unsere Tour. Wir laufen die paar Meter aus dem Ort heraus und biegen gleich rechts in einen Feldweg ein, der uns zum Campingplatz führt. Über unseren Köpfen kreist ein Milan.



Campingplatz Blanschen
Wir gehen vom Wanderweg durch den Campingplatz zum See. Der Wald ist voll mit Bauwagen und mit dem Wald verwachsenen Wohnwagen; eine Radreisende macht sich fertig für ihre Weiterfahrt. Ansonsten nur zwei Camper auf der großen Wiese.
Klares Wasser gibt es heute nicht, das Ufer ist gelblich vom Blütenstaub, und der Imbiss “Eichelhäher” hat zu.
Naturpfad am Dranser See
Nach dem Campingplatz geht der Weg als Naturpfad am Ufer weiter. Links uns rechts glitzert und gluckert das Wasser, wir passieren eine Brücke. Die vielen Badestellen aufzuzählen ist müßig; jede folgende scheint schöner als die vorige zu sein.
Ein roter Balken auf weißem Grund kennzeichnet den Seerundweg, hier an der Westseite benötigt man die Hilfestellung eigentlich nicht, einfach immer am Ufer entlang.




Ostseite Dranser See, am Bombodrom
Auf der Ostseite weicht der Uferweg einem Feldweg, der mal näher, mal weiter vom Wasser entfernt ist. Dort, wo wir zum Wasser kommen, ist das Ufer klar - der Wind scheint die Pollen nur an der Westseite abzulagern. Einiges an Getier sehen wir auf den Wegen: Blindschleichen, eine Ringelnatter(?) und eine große Kröte, die sich mühsam des Weges schlappt.
Der Weg führt hier direkt am Bombodrom entlang, dem ehemaligen militärischen Übungsplatz der sowjetischen Streitkräfte. Ursprünglich wollte die Bundeswehr nach dem Abzug der sowjetischen Truppen das Gebiet weiter nutzen, doch auch durch den Protest der Bürgerinitiative “Freie Heide” wurde schließlich davon abgelassen. Das Gebiet von den Sprengkörpern zu säubern ist finanziell kaum möglich, also stehen Warnschilder am Rand, die vor dem Betreten warnen. Schätzungen zufolge liegen hier 1,5 Millionen Sprengkörper.
Es geht auf Mittag zu; die schattenspendenden Bäume fehlen hier, und wir stapfen durch einen märkischen Sandweg zurück nach Schweinrich.





Quellen / zu Weiterlesen:
- Infos zu Schweinrich: http://www.askanier-welten.de/dorfkirchen/schweinrich/
- Infos zum Bombodrom: https://de.wikipedia.org/wiki/Truppen%C3%BCbungsplatz_Wittstock
- Campingplatz Blanschen: https://campingplatz-blanschen.de/
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