Sundische Wiese bei Zingst

Das lange Wochenende zum Feiertag des 3. Oktober haben wir genutzt, um nach Zingst zu fahren. Darß-Fischland-Zingst habe ich schon bei meiner diesjährigen Radreise entlang der Ostsee passiert. Besonders das hübsche Örtchen Born hat es mir angetan. Zeit also, dieses schöne Fleckchen an der Ostsee erneut - diesmal mit Familie und Hund - zu besuchen.

Sundische Wiese

Östlich von Zingst beginnt eine ca 20 km lange Landzunge, deren letzter Teil Sundische Wiese genannt wird. Dieser schmale Streifen zwischen Ostsee und Bodden ist stark von den Naturgewalten geprägt und war vor der Wiedervereinigung Übungsplatz des Militärs - zunächst im 3.ten Reich, später dann von der NVA. Auch jetzt stehen noch Warnschilder vor iden Kampfmitteln. Mittlerweile ist aber das Gebiet Nationalpark und darf mit Autos gar nicht, und jetzt Herbst auch nur zwischen 8:00 und 15:00 besucht werden.

Unterkunft

Wer hier übernachten will, kann dies eigentlich nur im “Schlößchen” Sundische Wiese machen. Der Diminuitiv und die Anführungszeichen stehen zu Recht - es handelt sich hierbei um ein Gutshaus. Wir haben eins von vier geräumigen Appartments im Kutscherhaus gemietet. Für uns prima, mit kleiner Kochecke und sogar einer - privaten - Sauna.

Nationalparktage

Ruhe suchend sind wir sind vom Rummel am Wochenende überrascht worden - es sind Nationalparktage. Vor dem Schlößchen sind Zelte aufgebaut, nebenan steht ein Aussichtsturm zur Wildbeobachtung. Es gibt Führungen in die Natur, und auch gesperrte Gebiete des Nationalparks sind so - in Begleitung von Nationalparkführern - zugänglich.

Wir machen ertmal einen Abstecher zurück nach Zingst und lassen Milli Strand und Ostsee genießen. Im Ort dann ein Fischbrötchen, beim Edeka Proviant gekauft und dann müde ins Bett.

Strand Sundische Wiese

Millis Nacht war kurz, und so war meine. Um 6 Uhr dann mir ihr raus und zwei Kilometer zum Strand gelaufen. Der Wetterbericht hat Regentage vorhergesagt, aber ich bekomme einen traumhaften Sonnenaufgang spendiert. Da hat sich das frühe Aufstehen gelohnt!

Ahrenshoop und Born

Das Künstlerdorf Ahrenshoop haben wir vor 15 Jahren besucht und wollten unsere Erinnerung auffrischen.

Schade - kreatives Ambiente ist nicht zu spüren, dafür sehr viel Autoverkehr. Fischbrötchen für die einen, Crepes für die anderen und zurück. Dafür auf dem Weg Born besucht. Am Hafen im Bodden ein großes Segelschiff, im Dorf die hübschen Häuser bestaunt.

Auf dem Weg nach Pramort

Wieder eine kurze Nacht; wieder ein schöner Sonnenaufgang. Ich bin gen Osten Richtung Promort geaufen, welches das Ende der Landzunge markiert. Man läuft auf dem Damm (und darf auch nur dort); der Weg ist schnurgerade und dadurch etwas eintönig. Ich kehre nach zwei Kilometern um.

Prerow

Tagsüber dann Prerow im Wolkenbruch. Mit Gummistiefel und Öljacke am Strand lang, dann Kaffee und Apfelstrudel im Cafe. Abendessen im Restaurant unserer Unterkunft.

Und tags darauf wieder zurück nach Hause.